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camunda spricht sich gegen Software-Patente in der jetzigen Form aus Drucken
22.06.2005

Am 05.07.2005 wird im EU-Parlament erneut über Software-Patente beraten. Aus diesem Grund hat nun auch camunda klar Stellung bezogen. So meint der Geschäftsführer Bernd Rücker:

"Software-Patente wären zum eindeutigen Nachteil unseres Unternehmens genauso wie der meisten anderen kleinen und mittleren Unternehmen. Eigentlich helfen sie eher den großen Unternehmen, die auch entsprechende Rechtsabteilungen besitzen. Denn Patentstreitigkeiten sind eine sehr teure Angelegenheit, bei der innovative kleine Unternehmen meist den kürzeren ziehen werden, da Sie lange Auseinandersetzungen gar nicht bezahlen können.

Auch befürchten wir Probleme mit den so genannten Trivialpatenten zu bekommen. Zwar sollen diese vom Patentschutz ausgenommen werden, aber leztendlich ist es schwierig die Grenze zu definieren und vor allem teuer vor Gericht durchzusetzen.

Nachteile von Europa ohne die Patenteinführung können wir nicht erkennen, da bei Einführung der Patente Europa wahrscheinlich erstmal mit einer Flut von Patenten aus Amerika und Japan überschüttet würde, da diese Länder ja schon länger Erfahrungen mit den Patenten haben.

Daher sollte die Richtlinie in der jetzigen Form keinesfalls kommen und ich hoffe, dass das Parlament hier auf diejenigen Unternehmen Rücksicht nimmt, die den wesentlichen Einfluß auf die europäischen Innovationen haben und einen Großteil der Arbeitsplätze bieten."

Weitere Informationen

Förderverein für eine Freie Informationelle Infrastruktur e.V.
Initiative "patentfrei"
Initiative "Wirtschaftliche Mehrheit"